Der Bund Essay Wettbewerb 2015

«Der Mutterer und die Vaterin: Emanzipiert sind wir doch alle!»: Am 27. März 2013 fand die 7. «Der Bund»-Essay-Preisverleihung in der Dampfzentrale Bern statt.

Die siebte Ausgabe des Wettbewerbs war ein Grosserfolg. In den Kulturhallen Dampfzentrale in Bern lasen die drei Gewinnerinnen und Gewinner am Mittwochabend ihre Texte vor.

Die musikalischen Akzente setzte das Jazz-Duo Jamie Wong-Li und Sandro Schneebeli, durch den Abend führte der «Hausmann der Nation» Bänz Friedli.

Die rund 350 Gäste konnten im Anschluss an die Lesungen an der Urne über die Platzierungen abstimmen: Auf den ersten Platz kam Danielle Baumgartner Knechtli (Preisgeld: 2500 Franken), den zweiten Rang belegte Jo Berlien (2000 Franken), als Dritte klassierte sich Barbara Weber-Ruppli (1500 Franken). Die Gewinnertexte werden am 6., 13. und 20. April im «Bund» veröffentlicht.

Auch in der siebten Ausgabe des Essay-Wettbewerbs stand ein Thema zur Diskussion, das zu vielschichtiger Auseinandersetzung anregte: «Gleichberechtigt, aber nicht gleichgestellt – droht ein neuer Geschlechterkrieg oder sind Mann und Frau unterwegs zu einer friedlichen Koexistenz?»

96 Beiträge von 41 Männern und 55 Frauen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich sind bis zum 31. Dezember 2012 eingegangen - darunter flammende Plädoyers und provozierende Einwürfe.

Die Gewinner
1. Preis: Die 52-jährige Danielle Baumgartner Knechtli ist ausgebildete Staatswissenschaftlerin und arbeitet als Bereichspersonalleiterin im Kantonsspital St.Gallen. In ihrem Essay «Lieber Herr Chefredaktor» verliert eine berufstätige Familienfrau jegliche Freude an der Erwerbsarbeit und steht vor einem Scherbenhaufen. Wer ihre differenzierte und engagiert erzählte «Fallstudie» zu Ende gehört hat, ist überzeugt, dass die Autorin Recht hatte, den Bettel hinzuschmeissen.

2. Preis: Der 48-jährige Journalist und Autor Jo Berlien lebt in Berlin und Hamburg. Sein Essay «Unter Übermüttern und Arschlochkindern» ist im Milieu wohlhabender Grosstädter angesiedelt, wo Elternschaft als Krönung eines individuellen Lebensentwurfs überhöht wird. Der Autor beschreibt witzig und mitunter böse die zahlreichen Ambivalenzen einer postemanzipativen Gesellschaft.

3. Preis: Die 58-jährige Barbara Weber-Ruppli ist ausgebildete Grafikerin und abreitet nach einer Familienpause als Journalistin und Buchautorin («PapiPapa»). In ihrem scharf beobachteten Sittengemälde «Wenn Kinderwagen Trauer tragen» treten auf: ein seelenloses Wassermädchen, eine den Grossmutterdienst verweigernde Mutterhausfrau und ein junges Mutter-Vater-Paar, das vom ständigen Reibungsverlust durch pausenlosen Rollentausch aufgerieben wird.

Die Jury
Die Schriftstellerin Maja Beutler («Schwarzer Schnee»), die Journalistin und Autorin Michèle Binswanger («Machomamas. Warum Mütter im Job mehr wollen sollen») und «Bund»-Chefredaktor Artur K. Vogel.

Die Partner
Unterstützt wurde der Wettbewerb durch den Hauptpartner Fondation Reinhardt von Graffenried und den Partnern Dampfzentrale Bern, Naturhistorisches Museum Bern, Haupt Buchhandlung, Hotel Bern und Henris Catering & Events.

Erstellt: 28.03.2013, 13:47 Uhr

Debatten über die Schule bewegen sich oft auf vermintem Gelände. «Der Bund» ermutigte dazu, dieses Gelände furchtlos zu betreten, eine Vision für die Schule der Zukunft zu entwickeln und die Utopie zu denken. Rund 200 Autorinnen und Autoren zwischen 8 und 87 Jahren haben Texte eingereicht.

Lassen Sie sich von den drei auserkorenen Essays überraschen und entscheiden Sie live über die Platzierungen der drei Finalisten.

Programm
• Lesung: Drei Gewinner/-innen präsentieren ihre Essays
• Moderation und Zwischentöne: Schertenlaib und Jegerlehner
• Bühne und Visuals: Hochschule der Künste Bern HKB
• Wahl: Das Publikum wählt per Urnenabstimmung
• Kulinarik: Apero riche vor der Rangverkündigung

Überzeugen Sie sich an der Preisverleihung selbst, was die drei EssyistInnen mit Podestplatz dazu zu sagen haben.

Datum, Zeit und Ort
Dienstag, 21. März 2017
18.30 Uhr, Türöffnung 17.30 Uhr, Barbetrieb
Dampfzentrale, Marzilistrassse 47, Bern

Eintritt
mit espace.card Fr. 20.-
ohne espace.card Fr. 30.-
Abendkasse Fr. 30.-

Reservation
Wir können keine Anmeldungen mehr entgegennehmen, die Veranstaltung ist ausgebucht.

Dank
Wir danken unseren Partnern und allen am Wettbewerb Beteiligten für die Unterstützung. Sie ermöglichen mit ihrem Engagement den «Der Bund» Essay-Wettbewerb: Fondation Reinhardt von Graffenried, Haupt Buchhandlung, Hochschule der Künste Bern, Eventmakers, Dampfzentrale Bern.




Erstellt: 08.09.2016, 10:10 Uhr

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